Gerade komme ich von Burger King zurück. Dort gibt es diesen Monat den „Long Chicken BKS“. Das ist nicht der Burger im Beitragsbild, denn ich verwende hier nur Bilder mit kostenlosen Lizenzen. Der „Long Chicken BKS“ ist der herkömmliche Long Chicken, aber mit einer anderen Sauce. Als „King des Monats“ gibt es ihn zur Zeit für 3,99 Euro im Menü mit Pommes und Getränk. Einzeln ist er jedoch nicht erhältlich. Allerdings wollte ich nur zwei mal den Burger und nicht das Menü. Mit 3,99 Euro war das Menü um 50 Cent günstiger als der normale „Long Chicken“ einzeln (also ohne Pommes und Getränk). Da kam mir die aus meiner Sicht einzige logische Schlussfolgerung: Wenn das Menü für 3,99 erhältlich wäre, müsste ich doch auch die Burger alleine für je 3,99 bekommen können. Mir gelang leider nicht, der netten Bedienung das klar zu machen. Sie hatte auf ihrem Bildschirm anscheinend auch gar keine Taste für den Burger alleine und war von meiner Idee vollkommen überfordert. Erst dem Restaurantleiter konnte ich dann erklären, dass mir sehr wohl klar war, dass es den Burger nur im Menü gibt und ich gerne zwei mal den Menüpreis bezahle, aber eben keine Pommes und keine Getränke haben will. Er buchte dann zwei mal das Menü, aber die nette Bedienung konnte uns immer noch nicht folgen und stellte mir dann erst einmal zwei mal 0,4 Liter Cola (Ich hasse Cola!) aufs Tablett. Dann kamen die Burger und ich gab ihr die Cola zurück, worauf sie nicht wusste, was sie nun mit der Cola anfangen soll. Ich schlug ihr vor, sie entweder weg zu schütten oder selber zu trinken. Mir tat die arme Frau etwas leid. Solche komplizierten Kunden wie ich können schon etwas nerven.

Mir ist so etwas in der Art schon öfters passiert und es kann sein, dass ich das Beispiel mit den drei Kugeln Eis schon in einem anderen Blogpost erwähnt hatte: An einer Eisdiele gab es drei Kugeln Eis zum Preis von zwei Kugeln und ich war ziemlich überfordert damit, der Verkäuferin zu erklären, dass ich trotzdem nur zwei Kugeln wollte, da diese zwei Kugeln genau die Menge Eis waren, die ich essen wollte und eine weitere Kugel daher meine Freude an der Eisportion nicht gesteigert, sondern gemindert hätte. Genau so ist es auch mit dem Menü. Eine ungewollte Portion Pommes hat so viele Kalorien, dass man danach etwa eine Stunde spazieren gehen muss, um diese Kalorien wieder los zu werden.

Mir fällt auch das Beispiel einer Handwerkszeitung an, die man für 45 Euro im Jahr abonnieren kann. Ich als Zwangsmitglied der Handwerkskammer habe sie gratis bekommen, aber irgendwann abbestellt. Es mag vielen seltsam erscheinen, etwas nicht mal gratis zu wollen, wofür Andere sogar Geld bezahlen, aber mich hat einfach das Altpapier genervt und die Zeitung war daher für mich weniger als nichts wert. Genau wie die Gratispommes oder die Gratiskugel Eis. Wenn etwas einen negativen Wert hat, gewinnt man dazu, wenn man darauf verzichtet.

Meiner Mutter habe ich gerade von dem Menü-Problem erzählt und sie meinte „Nächstes mal nimmst Du die Cola einfach! Ich benutze das Zeug immer, um die Toilette zu reinigen“.

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